IM Nizza - eine Reise wert...

Definitiv eine Reise wert war der Ironman in Nizza am vergangenen Wochenende! Zwar waren die ca. 37 Grad Außentemperatur nicht unbedingt die bestens für Höchstleistungen, doch die wunderschöne Berglandschaft in die uns die 180km Radstrecke führte entschädigte für Alles!!
Los gings mit dem Bewerb bereits um 6.30 Morgens, pünktlich zur Morgendämmerung erfolgte der Startschuss und 2600 Triathleten stürzten sich in die Fluten des Meeres! Nach 55min, dicht auf den Fersen der Führenden, war für mich das Schwimmen aber auch schon wieder vorbei. Vorbei, um mich endlich aufs Rad zu schwingen. Doch zu vor war noch eine endlos lange Wechselzone zu durchqueren, die meine Wechselzeit auf unglaubliche 5 Minuten ansteigen lies. Zu Beginn der Radstrecke lief alles einwandfrei, doch bereits nach 20km an den ersten Anstiegen merkte ich eine ungewohnte Müdigkeit, die leider auch an den restlichen Bergen nicht nachlies. Unglaubliche 1900Höhenmeter mussten wir überwinden um endlich nach erschreckend langer Radzeit auf die Laufstrecke gehen zu dürfen. Hier liefs die ersten 15km sehr gut, und ich merkte auf dem Wendekurs recht schnell dass sich der Rückstand auf die Zweite immer im gleichen Abstand bewegte. Doch dann wurde die Hitze für mich leider unerträglich, und der Ansturm auf die Labestationen immer größer, so dass es mir einfach nicht mehr gelang im Vorbeilaufen genügend Wasser zur Abkühlung zu erwischen, weshalb auch ich ab dem Halbmarathon die Labestationen gehend durchquerte. 5km vor Ziel überfiel mich nochmal ein unglaublicher Motivationschub und ich beschloss, die vor mir liegende Dame, welche mich kurz zuvor überholt hatte, wieder zurück zu überholen, was mir auch sehr gut gelang. Ohne mich auch nur einmal um zudrehen lief ich was das Zeug hielt und lies bis zum Ziel nicht mehr nach! Nach 10Std. und 36 min mit einem herausgelaufenen Vorsprung von zweieinhalb Minuten erreichte ich noch als 8. Dame das Ziel! Das erste auf das ich mich danach auf die Suche machte war Schatten, welchen ich die 10einhalb Stunden davor sehnsüchtigst herbeigewünscht hatte!

 

Alles in allem ein wunderschöner Wettkampf mit toller Organisation, vielen netten Menschen und einer unglaublich beeindruckenden Kulisse!

 

Jetzt steht zunächst einmal ausrasten am Plan, bevor es im August mit einigen heimischen Bewerben und dann im September mit dem Ironman in England weitergeht. Einstweilen, Danke fürs Daumen drücken und auf Bald!