Das war mein Ironman Hawaii 2008!

Eine Woche ist vergangen seit dem Rennen und ich konnte noch eine tolle Woche auf Maui genießen. Mittlerweile bin ich wieder in Österreich zurück und hatte genügend Zeit über mein Rennen nachzudenken.

Nachdenken darüber ob es wirklich gerechtfertigt ist unzufrieden zu sein, unzufrieden darüber, "nur" 3. beste Österreicherin geworden zu sein; unzufrieden darüber "nur" 89. von 500 gestarteten Frauen geworden zu sein und unzufrieden darüber bei einem Bewerb gefinisht zu haben, von dessen Antreten viele Triathleten oft nur träumen können!

Ganz ehrlich, ja, ich bin unzufrieden, aber nur weil ich sehr ehrgeizig bin und einfach immer mein Bestes geben will, und das ist mir an dem Tag einfach nicht gelungen!

 

Trotzdem, es war wieder ein tolles Erlebnis. Ich hatte diesmal als Profi sogar das Privileg vor der Meute der Teilnehmer an den Start zu gehen, was das Schwimmen für mich unheimlich erleichterte, weil das Freischwimmen aus der Masse somit wegfiel. Ich erlebte diesmal Hawaii auch von seiner Besten Seite, mit all seinen Grausamkeiten welche die Insel so zu bieten hatte. Eine davon war der gnadenlose Wind, der es sich offensichtlich an diesem Tag vorgenommen hatte so viele Triathleten wie möglich von der Straße zu wehen. Doch ich kämpfte dagegen an, und war sehr begeistert von mir wie gut ich eigentlich mit dem teilweise sogar Sturm zurecht kam! Rauf zum Wendepunkt nach Hawaii war es teilweise so schlimm, dass beinahe gar nichts mehr ging! Endlich an der Wende angelangt hieß es dann für mich all meinen Mut zusammen zu nehmen und trotz des starken Seitenwindes am Aerolenker zu bleiben und Tempo zu machen! Nach 150km konnte ich es schließlich schon nicht mehr erwarten endlich auf die Laufstrecke zu wechseln. Ich war schon so müde, und hatte schon gar keine Lust mehr am Radfahren. Die Sonne brannte unbarmherzig auf mich nieder und ich versuchte nur noch mich mit allen Mitteln zu kühlen.

 

Die ersten Schritte durch die Wechselzone taten dann verdammt weh. Ich konnte mir nicht vorstellen jetzt noch einen Marathon zu laufen. Ich war mit meinen Kräften am Ende. Doch ich wollte in Ziel und das so schnell wie möglich. Deshalb biss ich einfach die Zähne zusammen, ignorierte Schmerzende Füße und Krämpfe, ignorierte die Hitze und die Müdigkeit und versuchte einfach immer einen Fuß vor den anderen zu setzten. Meile um Meile kämpfte ich mich so vorwärts der Ziellinie entgegen. Nach 10.52min, immerhin noch bei Tageslicht durfte ich dann schließlich nach 2005 erneut die Finishline von Kailua Kona überqueren und es genießen wiedereinmal meinen Schweinehund überwunden zu haben und etwas geschafft zu haben an das ich sicher noch lange denken werde!!

 

Ich hab die zwei Wochen auf Hawaii sehr genossen! Ich habe beschlossen all diese Eindrücke die ich mitnehmen konnte wieder in einem Vortag zusammenzufassen um euch all das weitergeben zu können!