Challenge Barcelona – versöhnlicher Saisonabschluss!

Ende gut, alles gut, so könnte man wohl meine vergangene Saison kurz beschreiben! Am Sonntag den 4. Oktober probierte ich zum letzten Mal in diesem Jahr, meine Ziele zu verwirklichen, und zwar bei der Challenge in Barcelona!  Bereits am Mittwoch gings ab nach Barca, genauer gesagt nach Callela, 50km außerhalb der Stadt! Ein erstes Erkunden der Radstrecke verstärkte mein Gefühl, dass es diesmal ein absolut tolles Rennen werden könnte. 3 Runden entlang der Küste, leicht kupiert, gespickt mit zahlreichen Kreisverkehren!

Ich fühlte mich sehr wohl, die Temperaturen waren angenehm, zum Ausrasten hatte ich genügend Zeit und bei den Abschließenden Trainingseinheiten waren die Beine so richtig locker! Und dann kam das Rennen…..

…und es begann mit einem weiteren Highlight, ein eigener Start für die Profi Damen! Das war der entspannteste  Langdistanzstart den ich jemals erlebt hatte. Keine Schlägerei, und ewig Platz um mein eigenes Tempo zu schwimmen! Ich fühlte mich super, rund um mich formierte sich eine kleine Gruppe an Athletinnen, mit mir an der Spitze. Die Strecke führte parallel zur Küste, was das orientieren sehr leicht machte! Retour zum Ausstieg gings entgegen der Strömung ein wenig langsamer, weshalb meine Schwimmzeit mit 59min auch nicht so besonders berauschend ausfiel. Schneller als ich waren allerdings nur 3 Damen!

Das Radfahren lief dann einfach super, und war für mich eine ganz neue Erfahrung! Von Anfang an fühlte ich mich stark, ich hielt mich genau an die Vorgaben meines Trainers am SRM. Gleich zu Beginn überholte ich eine meiner Konkurrentinnen und dann war ich alleine, so richtig alleine, denn außer den Profi Herren starteten alle Athleten hinter uns! Nach kurzem gesellte sich dann ein Kamerateam zu mir und begleitete mich einen Teil der Strecke! Bei der ersten Wende merkte ich, dass sich hinter mir eine 3 Frau starke Gruppe formatiert hatte, welche sich im Laufe des Rennens sogar noch vergrößerte! Es machte so richtig Spaß, zu wissen, dass ich alle im Griff hatte, die Kilometer verflogen, und ich hatte immer noch Power und vor allem, es machte Spaß!!! Nach 5.11 Std. stieg ich dann schließlich vom Rad. Zum ersten Mal bei all meinen Ironman Bewerben zeigte mein Tacho tatsächliche 180km an, weshalb ich im Vergleich zu Klagenfurt mit meiner Radzeit auch sehr zufrieden bin!

Naja, und der Rest ist jetzt schnell erzählt, die 4 Mädls mit denen ich die vergangenen 180km verbracht hatte, hatten sich offensichtlich sehr gut hinter mir (aber immer mit regelkonformen Abstand von 7 Meter) ausgerastet, und machten sich flotten Schrittes auf zum abschließenden Marathon. Mein erster Halbmarathon lief auch ganz passabel, ich konnte meine Kilometerzeiten immer knapp unter 5min halten, doch dann taten die Beine immer mehr weh, und die Krämpfe häuften sich. Nach vorne hatte ich keine Chance mehr, doch meinen Platz wollte ich auf alle Fälle verteidigen, und so kämpfte ich bis zum letzten um nach 10.04 min als 10. Beste Frau ins Ziel einzulaufen!

Ich hatte mir zeitlich mehr erwartet, aber ich denke für die heurige, doch eher verpatzte Saison war das ein würdiger und sehr versöhnlicher Abschluss! Ich habe wieder gemerkt, was ich kann, und ich habe auch wieder gemerkt wie Spaß mir dieser Sport macht! Es war ein wunderschönes Rennen, das ich jedem nur empfehlen kann! Abseits vom Rennen verbrachten wir dann noch zwei Tage in Barcelona und ich kann euch nur sagen, so beeindruckende Bauwerke habe ich noch nie gesehen, einfach faszinierend, eine tolle Stadt!

Und jetzt, ab in die Pause :- ) !!!!!!!!