Ironman 70.3 St. Pölten - Ein Auftakt nach Maß!

Gestern um 7.00 früh war es endlich so weit! Ich ging an den Start meines ersten Triathlons im Jahr 2010 und das gleich bei einem der best besetzten Bewerbe die ich (ausgenommen von Hawaii) jemals gestartet bin! Es war ein ereignisreiches Wochenende, ein tolles Rennen und eine super Motivation für die kommenden Bewerbe!

Unterwegs war ich mit einiger meiner Athleten die ebenfalls in St. Pölten an den Start gingen! Unsere Anreise verlief super, das Quartier war perfekt, das Essen hervorragend! Nach dem einchecken am Samstag durfte ich noch ein kurzes Interview beim ORF geben und dann wollten wir uns wieder auf in unser Quartier machen... doch dann streikte mein Auto :-) offensichtilich hatte ich wieder einmal das Licht brennen lassen und die Batterie damit zerstört! Nach einigen misslungen Versuchen es mittels Starthilfe wieder fit zu bekommen nahmen wie das Angebot eines Triathlonpärchens aus der Steiermark an, uns in unsere Unterkunft zu bringen! Dort liesen wir den Abend dann gemütlich ausklingen!

 

Bereits um 4.00 früh hies es dann am Sonntag schon wieder Tagwache und Frühstück fassen! Sehr ungewohnt für eine Halbdistanz schon so früh aufzustehen. Das Gewusel in der Wechselzone war enorm als 3000 Starter noch schnell ihre Räder überprüfen wollten! Doch zumindest eines davon war nicht mehr fahrtauglich, leider war es das einer meiner Mädls, die sich über Nacht wohl irgendwie einen platten Reifen eingefangen hatte! Schnell war ein netter Helfer gefunden (danke Gegi) der kurz und schmerzlos den Ersatzschlauch montierte, so war auch dieses Problem gelöst!

 

Der Start war dann sehr entspannend, ca. 30 Profis starteten vom Steg aus mit Startsprung und Vorsprung auf alle anderen in das Rennen! Herrlich soooo viel Platz und weg war ich und zwar nach vorne! Das Schwimmen war toll und ich ganz vorne mit dabei. Als ich aus dem Wasser rauskam, und der Sprecher erwähnte wer gerade in die Wechselzone kommt, hörte ich lauter klingende Namen und meinen :-) Vierter Platz,super! Ab aufs Rad und los gings. Übermotiviert duelliert ich mich auf den ersten 15km mit der späteren 2. Platzierten. Immer wieder war ich der Meinung ihr Tempo sei mir zu langsam und überholte sie wieder, am Ende zeigte sie mir allerdings dass sie doch um einiges stärker war und fuhr auf und davon! Ab da war das Radfahren sehr einsam. Teilweise kam es mir vor wie eine Trainingsausfahrt, von den 3000 Startern war auf Grund des Wellenstarts nicht viel zu sehen! Erst gegen Ende der Strecke stieg meine Wettkampflaune wieder, als mir mein Trainer vom Streckenrand zurief, dass ich nur noch wenige Sekunden hinter Eva Dollinger sei!! Juhu, ab jetzt wollte ich alles geben, ich wollte sie einholen, unbedingt!

 

Und dann kam das Laufen.....

Nein, keine Sorge, nicht die übliche Geschichte.Ich hab euch ja in meinem letzten Beitrag gesagt, ich werde euch meine tolle Laufform präsentieren!! Und ich lief und ich lächelte und es machte Spaß!! Zwar kam ich Eva nicht mehr näher, aber ich fiel auch nicht zurück und mitten im internationalen Starterfeld erreicht ich nach 4.36 Std. als Gesamt 8. das Ziel und ich war glücklich!! Ich hatte gekämpft, vielleicht nicht bis zum äußersten, aber ich hab mich nicht aufgegeben und endlich hat Triathlon wieder einmal so richtig Spaß gemacht!!!

 

Achja: Meine Halbmarathonzeit: 1.27 (und ein paar zerquetschte)!! :-)

 

Jetzt werde ich mich ein paar Tage ausrasten und dann freue ich mich schon auf das weitere Training, denn ich habe Lunte gerochen, aber so richtig. Jetzt will ich mehr, viel mehr und der Ironman in Regensburg rückt näher, und von mir aus kann er kommen!!!

 

 

Ironman 70.3 Austria
1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Laufen

1. Yvonne van Vlerken (NED) 4:18:56 (29:04-2:27:08-1:18:51)
2. Erika Csomor (HUN) 4:18:56 (28:59-2:27:39-1:17:39)
3. Karin Thürig (SUI) 4:21:34 (33:37-2:18:34-1:23:45)
4. Sandra Wallenhorst (GER) 4:23:13 (30:35-2:27:51-1:20:22)
5. Kristin Möller (GER) 4:27:07 (30:48-2:33:20-1:17:28)
6. Eva Dollinger (AUT) 4:34:17 (26:20-2:36:58-1:26:21)
7. Merja Kiviranta (FIN) 4:35:31 (26:41-2:34:54-1:29:20)
8. Monika Stadlmann (AUT) 4:36:57 (28:57-2:35:05-1:27:56)
9. Susan Dietrich (GER) 4:42:31 (30:42-2:34:21-1:32:32)
10. Karina Ottosen (DEN) 4:42:56 (29:39-2:39:05-1:29:09)