Wenn Träume Träume bleiben...

Ich träumte von einem perfekten Tag, von meinem perfekten Tag, von einem Tag an dem einfach alles so läuft wie es soll, an dem ich einfach nur zeigen kann was ich drauf hab! Doch dieser Traum wurde gestern leider (noch) nicht wahr! Beim Ironman in Regensburg wollte einfach gar nichts nach meinem Plan laufen! Meine Vorbereitung war perfekt, dass ich gut drauf bin konnte ich schon in St. Pölten und Kuchl zeigen...

Start zum Rennen war am Sonntag um 7.00. Großen Respekt hatte ich wieder einmal vor dem Schwimmstart, nachdem das komplette Teilnehmerfeld so gut wie geschlossen ins Wasser gelassen wurde! Dem entsprechend drunter und drüber gings dann auch zu, es dauerte einige Zeit, bis ich mehr drüber als drunter war, doch dann gings dahin, nach knapp über 53min stieg ich aus dem Wasser, dicht auf den Fersen der 3. und 4. Platzierten!

 

Beherzt stürzte ich mich aufs Rad und setzte mich sofort an die 3. Stelle. Bereits nach wenigen Kilometern merkte ich allerdings dass meine Oberschenkel nicht das machten was ich wollte und die Wattanzeige auf meinem SRM schockierend niedrige Werte anzeigte. Eine Frau nach der anderen fuhr an mir vorbei und ich konnte nichts entgegen setzen. Nach 90 Kilometern war ich sogar aus den Top 10 rausgefallen. Doch so einfach wollte ich nicht aufgeben, ich kämpfe, ich gab alles und das ging auch eine Zeit lang gut, Platzt um Platz konnte ich wieder gut machen und auch wenn ich merkte, dass meine Kräfte schwanden, gelang es mir kurz vor Ende der Radstrecke mich wieder an die 3. Position zu setzte!

 

Auf den ersten Laufmetern spürte ich allerdings bereits, wie sehr mir das Radfahren zugesetzt hatte. Die Krämpfe die ich am Rad noch ignorieren konnte, wurden immer Stärker und schon nach 3 Kilometern musste ich zum Dehnen stehen bleiben. Ich versuchte es wieder. Die Zuschauermassen im Stadtzentrum waren enorm, eine tolle Stimmung, doch sie lies mich trotzdem nicht vergessen, wie schlecht es mir bereits jetzt ging. Immer wieder musste ich stehen bleiben, ich war einfach komplett leer. Ich hatte keine Kraft mehr zu kämpfen! Nach und nach wurde ich wieder überholt. Am Ende der ersten Runde (10km) musste ich mir eingestehen, dass ich mein Ziel heute nicht mehr erreichen würde. Schweren Herzens beschloss ich den Kampf aufzugeben und das Rennen zu beenden!

 

Es fiel mir nicht leicht! Ich war sehr enttäuscht, enttäuscht darüber, dass mich mein Körper so einfach im Stich gelassen hatte, und mein Traum von einem perfekten Rennen nicht wahr wurde!

Doch mein Trainer hat recht, es war nur ein Rennen, ab haken und nach vorne schauen. Die Saison ist noch nicht vorbei. Schon kommenden Sonntag steht mit dem Halbdistanz Triathlon in Obertrum eine neue Möglichkeit an um meine Form unter Beweis zu stellen. Vielleicht habe ich dort dann auch noch das nötige Quäntchen Glück auf meiner Seite!!