Ironman UK und Trumer Triathlon

Beinahe 5 Wochen sind jetzt vergangen seit meinem Antreten beim Ironman in Klagenfurt! Doch zum Ausrasten war danach nicht besonders viel Zeit! Bereits 2 Wochen nach Klagenfurt hies es wieder Kräfte sammeln und bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft über die Halbdistanz beim Triathlon in Obertrum mein Bestes zu geben! Kurz gesagt, eine harte Aufgabe!! Doch damit nicht genug, hatte ich danach widerum nur 2 Wochen Zeit um mich auf den Ironman in England vorzubereiten, und das war wahrlich, in jeglicher Hinsicht die größte Herausforderung des heurigen Jahres....

Nach Klagenfurt tat ich mir besonders schwer mit dem Regenerieren! Lange dauerte es, bis meine Oberschenkel nicht mehr weh taten und an Laufen wieder zu denken war! Doch für die Halbdistanz in Obertrum war ich zuversichtlich, hatte ich doch einen zweiten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen! Die Konkurrenz war stark, nur wenige der österreichischen Top Athletinnen fehlten. Bereits um halb 9, 3 Minuten hinter allen Männern ging es los. Bis auf die Tatsache dass uns die Ideallinie verwehrt blieb weil uns zu viele Männer den Weg versperrten, lief das Schwimmen ganz gut! Nach einigen Schwierigkeiten in der Wechselzone (mein Neo hatte sich verklemmt und wollte einfach nicht aufgehen) gings ab auf die 90km lange Radstrecke! Darauf hatte ich mich gefreut, eine anspruchsvolle Radstrecke, auf der es großteils auf die eigene Radleistung ankam! Neben dem Auf und Ab auf der Strecke, gings auch bei mir auf und ab, so ganz fit war ich dann doch noch nicht und der härteste Teil stand mir erst bevor, der Halbmarathon! Die hochsommerlichen Temperaturen machten es nicht gerade leichter. Die Beine waren schwer, und ich war müde, aber es machte Spaß; von Runde zu Runde kam ich besser ins Laufen und kurz vor dem Ziel war meine Motivation noch groß genug um noch eine vor mir liegende Athleten zu überholen! Mit der Verteidigung meines zweiten Platzes wurde es zwar nichts, doch mit Rang 8 und Platz 4 unter den Österreicherinnen war ich angesichts der kurzen Regenerationszeit doch sehr zufrieden mit diesem Tag! 

Gleich nach dem Zieleinlauf gings ab für einige Tage an den Wörthersee! Urlaub, regenerieren und vorbereiten auf England!

 

Mit England verbinde ich tolle Erinnerungen, hatte ich doch dort 2008 mein bisher bestes Ironman Resultat erzielt (Platz 5)! Das Rennen hatte sich allerdings geändert und war somit neu für mich. Die Zeiten aus dem Vorjahr versprachen ein hartes Rennen, doch das waren wir gewohnt von den Engländern. Gemeinsam mit meinem Trainer und einem weiteren Salzburger Athleten nahmen wir die Herausforderung an!

Wer glaubt, dass 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42km Laufen Herausforderung genug seien, der war noch nie in England!!!

 

Die erste Hürde war es logistisch alles auf die Reihe zu bekommen, waren doch Start, Wechselzone 2 und Ziel durch viele Kilometer voneinander getrennt. Selbst mit 2 Autos tüfftelten wir lange herum um am Renntag nicht zu umständlich herum fahren zu müssen.

 

Hürde 2 galt dem Essen. "Full english breakfest", Subways, Mc. Donalds und Fish and Chips waren offenbar das Einzige was dieses Land kullinarisch zu bieten hatte.

 

Hürde 3: Das Rennen!! Bei für England angenehmer 17 Grad Wassertemperatur lief der Auftakt für mich perfekt! Mit knapp über 52min stieg ich als 3. Frau aus dem Wasser! Auf den ersten Radkilometern war dann ein Kammerateam mein ständiger Begleiter, wow, war ich wichtig ;-) Doch es dauerte nicht lange und die Konkurrenz zog an mir vorbei! Mein Ziel war es mich nicht zu sehr zu verausgaben um danach noch ordentlich Laufen zu können! Die Strecke war hart! Viele Höhenmeter, schlechte (absolut mieserable) Straßen, zahlreiche Abzweigungen und Autoverkehr auf dem Großteil der Strecke erschwerten das Vorwärtskommen ungemein. Doch ich lag im Plan. Mit konstantem Tempo näherte ich mich dem Ziel. Nach nicht ganz 6h, hatte ich die 180km hinter mir, zufrieden, aber K.O.! Als 7. startete ich meinen Marathon, und der tat weh! Ich konnte Laufen, doch ich freute mich auf jede Labe um kurz anzuhalten. Ich versuchte immer wieder zu laufen doch die Schmerzen waren groß, und ich musste mit Siiiiiecherheit von allen am meisten Leiden. Lange hielt ich meine Position, doch auf den letzten 5 Kilometern wurde ich noch von 4 Mädls überlaufen, was mir in dem Moment (leider) ziemlich egal war, ich wollte einfach nur ins Ziel!

 

10.37.06, Platz 12, das war alles was an diesem Tag möglich war! Im Anbetracht dessen, das alleine die Radstrecke um 1h langsamer war als Kagenfurt, nicht wirklich ein Grund zum unzufrieden zu sein! Doch noch hab ich mein Ziel nicht erreicht, noch ist es mir nicht gelungen einen soliden Marathon zu laufen, noch ist aufgeben einfach nicht möglich. Deshalb: "to be continued"!!! Das war sicher nicht das Letzte das ihr von mir gehört habt!!! :-)