Sella Ronda Skimarathon - gut Ding braucht Weile..

....so könnte man mein Wochenende in Südtirol beim Sella Ronda Skimarathon beschreiben! 2013 musste ich das Rennen bereits vor dem ersten Pass beenden da es meiner Partnerin sehr schlecht ging, 2014 schien für Februar alles bestens angerichtet zu sein, die Form stimmte, doch leider kam auf Grund von schlechten Wettervorhersagen 4 Tage vor dem geplanten Start die Absage und die Verlegung des Rennens auf den 14. März...

Bei meinem letzten Rennen in der Vorbereitung, dem Preberlauf, war ich durch eine leichte Verkühlung schon etwas geschwächt, deshalb strich ich sicherheitshalber das komplette Training für die nächsten Tage. Auch am Tag des Bewerbes war der Schnupfen noch da. Ich fühlte mich allerdings nicht schlecht, konnte es aber auf Grund des fehlenden Trainings der letzten Tage nicht richtig einschätzen. Gemeinsam mit meinem Vereinskollegen Daniel Tagwerker stand ich um kurz nach 17.00 mit 600 weiteren 2er Teams am Start in Canazei! Meine Nervosität war groß, vor allem auch, weil es mein erstes Team Rennen war und meine Leistung auch das Ergebnis meines Partners beeinflusste! 

 

Um 18.00 erfolgte dann der Startschuss und zunächst einmal lief alles super. Das Gedränge in den engen Gassen zu Beginn hielt sich in Grenzen und ich konnte das von Daniel angeschlagene Tempo sehr gut mitgehen. Doch bereits nach der Hälfte des ersten Anstieges auf das Sella Joch fühlte ich mich so richtig schlecht. Mir war das Tempo zu hoch, meine Nase war komplett zu und ich hatte das Gefühl einfach gar keine Luft mehr zu bekommen. Wir mussten dringend das Tempo reduzieren. Das half! Zwar war es bis zum ersten Gipfel noch etwas zach, doch dann kam ich wieder in meinen Rhythmus und wir konnten das Tempo auch so nach und nach wieder erhöhen. Die gefürchteten Abfahrten machten mir auch Spaß. Ich versuchte immer so wenig wie möglich Abstand auf Daniel aufzureißen und das gelang auch immer sehr gut! 

 

Der dritte Berg war der längste aber auch der flachste. Wir tauschten zuvor die Felle und waren damit so richtig schnell. Wir überholten etliche Teams unter anderem auch das 3. platzierte Damen Team was mich natürlich sehr motivierte! 

 

Dann kam der letzte Berg, den kannte ich bereits von meinem Start aus dem letzten Jahr, somit wusste ich, was noch auf mich zu kam und ich war sehr zuversichtlich, weil sich das Rennen jetzt dem Ende zuneigte und mir schon klar war, dass wir bisher eine sehr gute Leistung abgeliefert hatten! 

 

Die letzte Abfahrt hatte es noch einmal in sich, doch alles lief perfekt und so konnte wir zurück in Canazei, nach 42km und 2800 Höhenmeter überglücklich gemeinsam das Ziel durchqueren! 

 

Mein erster Blick ging auf die Uhr, 4.21.06, eine Hammer Zeit und weit unter dem, was ich mir zugetraut hatte! Ich war überglücklich und Daniel, der im letzten Jahr mit meinem Bruder das Rennen ging, angesichts dessen, dass wir deren Zeit getoppt hatten offensichtlich auch sehr zufrieden!

 

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass unsere Zeit für Platz 3 unter den Mixed Teams reichte! Damit hatten wir nicht gerechnet und somit war die Freude darüber natürlich noch größer!

 

Ich denke das war ein würdiger Abschluss der Skitourenrennsaison, und jetzt kann der Sommer gerne kommen!