Ironman Mallorca

Es war schon ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit wieder einmal ernsthaft bei einem Ironman Bewerb am Start zu stehen. Etwas Sorge hatte ich vor dem Start in der Masse, doch alles in allem kann sich das Ergebniss am Ende des Tages durchaus sehen lassen!


Bereits eine Woche vor dem Rennen flogen wir von Salzburg weg nach Mallorca. Gemeinsam mit einigen Trainingskollegen waren wir in der Nähe des Starts in einen großen Villa einquartiert. So konnten wir uns in Ruhe  vorbereiten und ganz gemütlich und entspannt die Zeit bis zum Rennen verbringen.

Am Samstag ging es dann um halb 8 Uhr in der Früh los. Ich muss zugeben, auch wenn meine Erwartungen an das Rennen, auf Grund meiner doch sehr geringen Trainingsumfänge nicht sehr hoch waren, war ich dennoch sehr nervös. Geschwommen wurde ohne Neo. Ich suchte mir einen für mich idealen Startplatz ganz links außen. Ich wusste zwar, dass dies einen um einiges längeren Weg bedeutete, aber so konnte ich ohne Schläge einstecken zu müssen mein eigenes Tempo schwimmen.

Nach 58 Minuten kam ich aus dem Wasser. Grundsätzlich für Meer und ohne Neo keine so schlechte Zeit, doch vermutlich war die Strecke nicht lange genug!

Dafür hatte es die Radstrecke dann in sich. Das was das Höhenprofil nicht zeigte, zeigen vermutlich unsere sehr langsamen Zeiten. Der erste Teil des Kurses war sehr wellig, aber schnell. Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl, war aber doch überrascht, wie viele Männer schneller geschwommen waren wie ich. Die ersten 30 Kilometer war ich nur am Überholen doch dann kamen so nach und nach von hinten die Gruppen, und ganz ehrlich.... nach ca. 50km war für mich klar, dass ich mich am Ende des Tages nicht über die Windschattenfahrer ärgern würde und so folgte ich in nicht mehr ganz so fairem Abstand den Gruppen. Bei Kilometer 110 war dann so und so Schluss damit, denn da kam dann der Anstieg hinauf nach Kloster Lluc gefolgt von einer spektakulären und sehr Kurvenreichen Abfahrt. Nach 181km stieg ich dann vom Rad ab. Ich freute mich aufs Laufen, doch etwas Probleme bekam ich auf der ersten Runde, da ich offensichtlich gegen Ende der Radstrecke zu wenig getrunken hatte und die erste Lauflabe erst nach 3 Kilometer kam. Ab Kilometer 7 kam ich dann in Schwung und von da an zog ich meinen Marathon durch. Zwar immer noch mit angezogener Handbremse aber zumindest ohne Gehpausen. Nach 42 sehr kurvenreichen Kilometern legte ich am Ende sogar noch einen 300m langen Zielsprint hin um die beiden noch vor mir liegenden Damen zu überholen. :-)

Nach 10.08.08 war ich dann im Ziel. Gesamt 12. Dame (Platz drei bei den Alten)! Es geht ja doch noch. Die Zeit ist sicher nicht die schnellste, doch bei einer Siegerzeit von 9.25 Stunden schaut das Ganze gleich wieder viel besser aus.

 

Das Rennen hat mir wieder ordentlich Motivation gegeben. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und denke, darauf kann ich für das kommende Jahr sicher wieder ganz gut aufbauen!