Wolfgangseechallenge und Triathlon am Putterersee

Copyright @ www.tribild.at
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Ich bezeichne mich zwar schon seit langem als Triathlonpensionistin, doch wie man es von Pensionisten so gewohnt ist, können die einfach keine Ruhe geben :-) Somit starte ich heuer bereits in meine 22. Triathlonsaison und es macht einfach immer noch sehr viel Spaß! Für heuer steht auch wieder ein Highlight auf dem Rennkalender. Am 17. Juli werde ich bei der Challenge in Roth am Start stehen. Die aktuelle Form stimmt mich extrem positiv und ich freue mich schon sehr auf das Rennen bei dem ich vor über 20 Jahren meine ersten Kontakte zum Langdistanztriathlon, damals noch als Zuschauerin und Betreuerin hatte!

 

Zur Vorbereitung stand ich in den letzten beiden Wochen bei zwei Kurzdistanzbewerben am Start. Das erste Rennen war die Wolfgangseechallenge und eine Woche später fuhr ich nach Aigen im Ennstal zum Triathlon am Putterersee. Beides waren sehr gelungene Veranstaltungen!

Im Training läuft es momentan sehr gut. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt immer mitspielt und die Zeit begrenzt ist konnte ich einiges an Trainingskilometern sammeln und merkte auch schon, dass die Form in den letzten Wochen sehr stark nach oben gegangen ist. Es gibt also noch keinen Grund sich auf das Alter raus zu reden :-) Am Wolfgangsee stand ich gemeinsam mit Johanna Erhart, meiner sehr jungen :-) Trainingspartnerin und Schwimmschülerin am Start. Mir war im Vorfeld klar, dass wir ziemlich gleich auf liegen würden, aber Johanna etwas mehr Kämpfergeist hat als ich, und genau so kam es dann auch. Das Schwimmen fühlte sich sehr gut an und ich stieg als 2. Dame, gefolgt von Johanna aus dem Wasser. Gemeinsam machten wir uns dann auf die Verfolgung der führenden Dame, welche wir bereits nach wenigen Kilomtern eingeholt hatten. Von diesem Zeitpunkt wechselten wir uns in der Führung ständig ab. Johanna ging durch einen sehr schnellen Wechsel als erste auf die Laufstrecke. So ganz konnte ich mir das aber nicht gefallen lassen und so setzte ich sehr bald zum Überholen an. Doch nach wenigen Kilometern hatte auch Johanna keine Lust mehr hinter mir zu laufen und ging wieder in Führung. Als sie gegen Ende merkte, dass ich ihr wieder auflief, gab sie nocheinmal alles um mich zu demotivieren (was ihr auch gelang :-) ) und lief somit 12 Sekunden vor mir als Siegerin über die Zielline!

Diesmal musste ich mich zwar gechlagen geben, trotzdem war es genau so ein Rennen wie gerne jedes Rennen sein könnte. Wir lieferten uns einen harten aber fairen Kampf und waren am Ende beide zufrieden mit unseren Leistungen!

 

Am Putterersee fehlte mir leider die Konkurrenz, somit musste ich mich mit dem restlichen Männerfeld messen. Das Schwimmen erwischte ich diesmal von Beginn weg sehr gut und konnte nach etwas mehr als 21 Minuten nicht weit hinter dem Führenden, als gesamt 6. das Wasser verlassen. Das Radfahren war dann sehr einsam aber durch die abwechslungsreiche Radstrecke nie langweilig. Ich fühlte mich richtig stark. Trotzdem versuchte ich nicht alles zu geben um mir noch Reserven für den Lauf zu sparen, vermutete ich doch hinter mir vermeintlich starke Konkurrentinnen. Beim Laufen merkte ich bald, dass diese fehlte und so konnte ich dosiert aber doch mit einer guten Zeit als Siegerin über die Ziellinie laufen.

Auch wenn ich keinen Vergleich zu starken Damen hatte, denke ich kann sich ein 16. Platz in der Gesamtwertung doch sehen lassen. Zudem war meine Endzeit um ganze 7 Minuten schneller als noch vor zwei Jahren.

Zusätzlich war die Veranstaltung sehr gut organisiert und die Wertschätzung der Veranstalter uns Athleten gegenüber sehr groß! Ein Bewerb den ich nur jedem ans Herz legen kann!

 

Jetzt ist erst mal wieder Ruhe angesagt. Mein nächstes Rennen ist dann schon die Challenge in Roth!