Challenge Roth - Na endlich!

Vor mittlerweile 19 Jahren  hatte ich meinen ersten Kontakt zu einem Langdistanztriathlon, und zwar habe ich damals, 1997 meinen Bruder bei seinem ersten Ironman in Roth betreut. Es war für mich unvorstellbar so etwas jemals selber zu machen, trotzdem hat mich das ganze Flair der Veranstaltung sehr fasziniert.  Mittlerweile habe ich selber schon sehr viele Langdistanzen gefinished und ich habe oft gesagt, dass ich sicher irgendwann einmal in Roth an den Start gehen werde, und jetzt, viele Jahre später war es dann endlich so weit. Auch wenn Roth nicht mehr unter dem Label Ironman läuft hat es dennoch an Flair nichts verloren, im Gegenteil, die Challenge Roth war sicher eines meiner bisher schönsten Rennen die ich erleben durfte! Und mein Ergebnis kann sich natürlich auch sehen lassen...

 

Als ich mich letztes Jahr dazu entschlossen hatte, noch einmal einen Angriff auf meine Langdistanzbestzeit zu machen war mir klar, es sollte ein besonderes Rennen werden, und nachdem ich mit Roth doch so einige schöne Erinnerungen verbinde und es auch ein schnelles Rennen ist, fiel meine Entscheidung auf die Challenge Roth!

Mein Training verlief in den letzten Wochen sehr gut, trotz viel Arbeit fand ich immer ausreichend dafür Zeit, und wie die letzten Rennen schon zeigten, ging die Form auch stetig nach oben. Ich fühlte mich so gut wie nie zuvor und die Freude auf den Bewerb am Sonntag wie riesig.  

Schon bei meiner Ankunft in Roth konnte ich die Besonderheit dieses Ortes spüren, man merkte sofort dass dort Triathlon nicht gemacht, sondern gelebt wird und es einen sofort in seinen Bann zieht. Ich kannte alles bereits, doch meine Eindrücke waren immer nur jene eines Zuschauers, und jetzt stand ich endlich selber am Start.

 

Auch wenn ich lange Zeit sehr gelassen und zuversichtlich war, kam am Samstag nach meiner abschließenden Radausfahrt dann trotzdem die Nervosität und das Gefühl, nicht mehr in Form zu sein. Ich war deshalb dann schon sehr froh, als es am Sonntag um 6.50 endlich los ging. 30 Minuten hinter den Profis wurden wir Frauen in Startwelle 5 in den Rhein - Main - Donaukanal geschickt. Der Start war einfach herrlich :-) Keine Schlägerei und ewig viel Platz. Mit vier weiteren Mädels konnte ich mich gleich super von dem restlichen Damenfeld absetzen. Bereits nach 700m ging es dann allerdings los mit dem Einsammeln der vor uns gestarteten Gruppen. Gegen Ende hatte ich das Gefühl beinahe alle 800 Athleten vor uns überholt zu haben. Alles in allem lief das Schwimmen aber super, auch wenn mich meine Zeit von 57.53 Minuten doch etwas enttäuscht, aber nichts desto trotz ging meine Angriff auf meine Bestzeit weiter. Das Radfahren startete super, zwar fühlte ich mich auch hier nicht so stark wie in den letzten Wochen im Training, aber ich lies mich von nichts aus der Ruhe bringen. Auch wenn ich schon viele Männer beim Schwimmen überholt hatte, ging es jetzt in ähnlicher Form weiter, und von großen Gruppen die einen ständig überholten und aus dem Rhythmus brachten war nichts zu sehen! In allen Ortschaften war super viel los und die Stimmung war einfach klasse. Nach 70 Kilometern kam ich dann zum erstmal an den berühmt berüchtigten Solarer Berg, ein absolutes Highlight, und ja, das war es auch! Wer Fotos davon kennt, weiß wovon ich spreche! Ich glaube es gibt nichts vergleichbares. Tausende Zuschauer stehen Spalier. Die Straße ist nicht mehr zu sehen und wird von den Zuschauern nur kurz bevor man kommt, frei gegeben. Absolutes Tour de France Feeling! Emotion pur!!!

 

Eingangs der zweiten Radrunde wurde es kurz, auf Grund der vielen Staffelteilnehmer, die jetzt ebenfalls auf die Strecke gingen etwas chaotisch, aber auch das legte sich sehr bald. Kurz hatte ich einen kleinen Einbruch, aber nachdem ich meinen Plan, viel zu Essen, strickt befolgte hatte ich auch diesen schnell im Griff und konnte die 180 Kilometer, trotz im stärker werdendem Wind, nach 5.09.34 Stunden beenden.

 

Jetzt war ich an dem Punkt, an dem ich auch bei vielen Rennen zuvor schon war, top Ausgangslage und noch 42km zwischen mir und meinem Ziel!

 

Gelassen und konzentriert ging ich auf die ersten Meter, es war hart, aber es lief. Die Stimmung, wie schon zuvor auf der Radstrecke, war einfach toll und motivierte. Die Streckte gefiel mir und so spulte ich Kilometer für Kilometer ab. Ich steckte mir Etappen und versäumte es auf keiner Labe Station, Energie nachzutanken. Ich wollte mir keinen Fehler erlauben. Die Magenprobleme vom Radfahren hatte ich im Griff und jetzt hieß es noch den immer mehr werdenden Krämpfen in den Beinen Herr zu werden. Ich hatte immer das Gefühl schneller laufen zu können aber ich wollte es nicht übertreiben. Ich überlief Athlet für Athlet und wurde selbst nur sehr selten überholt. Die aufmunternden Worte der Zuschauer und die Tatsache, dass an der Strecke auch einige bekannte Gesichter standen freuten mich sehr und der Gedanke ans Stehenbleiben kam nicht ein einziges Mal auf!

 

Die letzten 6 Kilometer zählte ich dann schon bergab. 4 Kilometer vor dem Ziel lief ich dann noch auf eine Konkurrentin auf, die es sich aber nicht gefallen lies, von mir überholt zu werden. So matchte ich mich mit ihr bis kurz vor dem Ziel wo letztendlich sie das bessere Stehvermögen hatte. Ich wollte nur noch ins Ziel und hatte das Gefühl für meine Verhältnisse doch schon sehr zu leiden ;-)  Der letzte Kilometer war dann (auch wenn ich es nicht mehr allzusehr genießen konnte) der absolute Wahnsinn. Die Zuschauer jubelten einen ins Ziel und endlich war es dann so weit.....  am Zielbogen erschien mein Name mit der Zeit: Monika Stadlmann AUT - Finisherin Challenge Roth 2016 in einer Zeit von 9.39.29! Meine Freude war sehr groß. So lange hatte ich dafür gekämpft, so oft hatten meine Nerven auf der Laufstrecke versagt, und so oft bin ich daran gescheitert, die Zeit abzuliefern von der ich schon sehr lange weiß, dass sie machbar ist und jetzt, bei meiner 23ten Langdistanz war es, nach einem nicht perfekten aber sehr gutem Tag endlich so weit, ich war glücklich und zufrieden mit mir selbst! :-)

 

Das ich neben einer neuen Bestzeit auch noch 14te in der Gesamtwertung und Siegerin in meiner Altersklasse wurde, freut mich natürlich zusätzlich. Ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde, ein Bewerb, der mir sicher in Erinnerung bleiben wird und ein Rennen, das ich jedem Langdistanzathleten nur sehr ans Herz legen kann. Wie schon Eingangs erwähnt, in Roth wird Triathlon nicht gemacht, dort wird er gelebt!

In diesem Sinne, schönen Sommer! Ich mache jetzt mal Pause :-)

 

 

Wolfgangseechallenge und Triathlon am Putterersee

Copyright @ www.tribild.at
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Ich bezeichne mich zwar schon seit langem als Triathlonpensionistin, doch wie man es von Pensionisten so gewohnt ist, können die einfach keine Ruhe geben :-) Somit starte ich heuer bereits in meine 22. Triathlonsaison und es macht einfach immer noch sehr viel Spaß! Für heuer steht auch wieder ein Highlight auf dem Rennkalender. Am 17. Juli werde ich bei der Challenge in Roth am Start stehen. Die aktuelle Form stimmt mich extrem positiv und ich freue mich schon sehr auf das Rennen bei dem ich vor über 20 Jahren meine ersten Kontakte zum Langdistanztriathlon, damals noch als Zuschauerin und Betreuerin hatte!

 

Zur Vorbereitung stand ich in den letzten beiden Wochen bei zwei Kurzdistanzbewerben am Start. Das erste Rennen war die Wolfgangseechallenge und eine Woche später fuhr ich nach Aigen im Ennstal zum Triathlon am Putterersee. Beides waren sehr gelungene Veranstaltungen!

Im Training läuft es momentan sehr gut. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt immer mitspielt und die Zeit begrenzt ist konnte ich einiges an Trainingskilometern sammeln und merkte auch schon, dass die Form in den letzten Wochen sehr stark nach oben gegangen ist. Es gibt also noch keinen Grund sich auf das Alter raus zu reden :-) Am Wolfgangsee stand ich gemeinsam mit Johanna Erhart, meiner sehr jungen :-) Trainingspartnerin und Schwimmschülerin am Start. Mir war im Vorfeld klar, dass wir ziemlich gleich auf liegen würden, aber Johanna etwas mehr Kämpfergeist hat als ich, und genau so kam es dann auch. Das Schwimmen fühlte sich sehr gut an und ich stieg als 2. Dame, gefolgt von Johanna aus dem Wasser. Gemeinsam machten wir uns dann auf die Verfolgung der führenden Dame, welche wir bereits nach wenigen Kilomtern eingeholt hatten. Von diesem Zeitpunkt wechselten wir uns in der Führung ständig ab. Johanna ging durch einen sehr schnellen Wechsel als erste auf die Laufstrecke. So ganz konnte ich mir das aber nicht gefallen lassen und so setzte ich sehr bald zum Überholen an. Doch nach wenigen Kilometern hatte auch Johanna keine Lust mehr hinter mir zu laufen und ging wieder in Führung. Als sie gegen Ende merkte, dass ich ihr wieder auflief, gab sie nocheinmal alles um mich zu demotivieren (was ihr auch gelang :-) ) und lief somit 12 Sekunden vor mir als Siegerin über die Zielline!

Diesmal musste ich mich zwar gechlagen geben, trotzdem war es genau so ein Rennen wie gerne jedes Rennen sein könnte. Wir lieferten uns einen harten aber fairen Kampf und waren am Ende beide zufrieden mit unseren Leistungen!

 

Am Putterersee fehlte mir leider die Konkurrenz, somit musste ich mich mit dem restlichen Männerfeld messen. Das Schwimmen erwischte ich diesmal von Beginn weg sehr gut und konnte nach etwas mehr als 21 Minuten nicht weit hinter dem Führenden, als gesamt 6. das Wasser verlassen. Das Radfahren war dann sehr einsam aber durch die abwechslungsreiche Radstrecke nie langweilig. Ich fühlte mich richtig stark. Trotzdem versuchte ich nicht alles zu geben um mir noch Reserven für den Lauf zu sparen, vermutete ich doch hinter mir vermeintlich starke Konkurrentinnen. Beim Laufen merkte ich bald, dass diese fehlte und so konnte ich dosiert aber doch mit einer guten Zeit als Siegerin über die Ziellinie laufen.

Auch wenn ich keinen Vergleich zu starken Damen hatte, denke ich kann sich ein 16. Platz in der Gesamtwertung doch sehen lassen. Zudem war meine Endzeit um ganze 7 Minuten schneller als noch vor zwei Jahren.

Zusätzlich war die Veranstaltung sehr gut organisiert und die Wertschätzung der Veranstalter uns Athleten gegenüber sehr groß! Ein Bewerb den ich nur jedem ans Herz legen kann!

 

Jetzt ist erst mal wieder Ruhe angesagt. Mein nächstes Rennen ist dann schon die Challenge in Roth!

Den Winter erfolgreich eröffnet!

Lang hat er gebraucht der Winter um in Schwung zu kommen, doch nun ist er endlich da, und mit ihm zahlreiche Bewerbe mit denen wir Triathleten unser Training etwas auflockern können. Ein erster Klassiker in Salzburg ist dabei die Mountain Attack, ein Skitourenberb bei dem es über 25km auf 3 Anstiegen ca 3000 Höhenmeter zu überwinden gilt. Die Temperaturen sind dabei zwar etwas anders als wir das vom letzten Sommer gewohnt sind, trotzdem denke ich, konnte ich mich recht gut schlagen.....

Bei der Mountainattack schaffte ich in einer Zeit von 3 Stunden und 50 Minuten den 7. Platz bei den Damen. Eine Woche später stand ich gleich bei zwei Bewerben am Start. Am Freitag veranstaltete die USI Salzburg auf unserem Hausberg ein kurzes Skitourenaufstiegsrennen über lediglich 500 Höhenmeter. Als UNI Mitarbeiterin hatte ich dabei so etwas wie eine Startverpflichtung. Mit einer Renndauer von 27.40 Minuten war das Rennen alles Andere als für mich gemacht, trotzdem schaffte ich, nur kanpp geschlagen den zweiten Platz! Am Sonntag ging es dann bei der Stoderzinken Challenge in Gröbmin (Stmk) ab ins Gelände und mit den Tourenskiern über Spitzkehren und Tragepassagen über 1100 Höhenmeter den Berg rauf und wieder runter! Auch dabei war nur eine Konkurrentin schneller wie ich und ich konnte somit an einem Wochenende bereits zum zweiten Mal einen Podestplatz erkämpfen!

Geehrt!

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in der Residenz in Salzburg durfte ich letzte Woche gemeinsam mit eingen weiteren Triathlonkollegen und Funktionären, den Salzburger Sportlorbeeren in Bronze für besondere sportliche Verdienste entgegen nehmen. Bei einem gemütlichen Abendessen konnten wir uns dabei über vergangene Zeiten und die Entwicklungen des Triathlonsportes unterhalten.



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